• Link zu X
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
Gebührenfreie Tickethotline: 0800 7 735 735
ORSO
  • KON­ZER­TE
    • Sai­son 25 | 26
      • Gos­se & Gla­mour 2026
      • Sound­tracks – 2026
      • Rock-Sym­pho­ny-Nights
    • Archiv
      • Sai­son 24 | 25
        • Gos­se & Glamour
        • High­Score
        • Rockin‘ Xmas 2024
        • 30 Jah­re ORSO Rock-Symphony-Night
        • Rock-Sym­­­pho­­ny-Night Stral­sund (Gast­di­ri­gat)
        • [ecsta­sy] – 20 Jah­re ORSOphilharmonic
        • Palast­kon­zer­te (Ber­lin)
          • Nuno & the End – Pilot Per­for­mance (Palast­kon­zert)
          • Mau­ricio Nader in Con­cert (Palast­kon­zert)
          • Nuno & the End
          • Diva krass
      • Sai­son 23 | 24
        • One Pia­no – Four Hands (Palast­kon­zert)
        • High­Score – Gaming­sounds in Concert
        • Dvo­rak & Brahms – Lie­der-/Kla­vier­abend
        • Rock-Sym­pho­ny-Nights
      • Sai­son 22 | 23
        • Zwi­schen­zeit – Die Zwan­zi­ger Jah­re in Ber­lin (Lie­der­abend)
        • Die Schnee­kö­ni­gin
        • Mau­ricio Nader – E‑Bass Solo (Palast­kon­zert)
        • Rock-Sym­pho­ny-Night
      • Sai­son 21 | 22
        • Hoo­r­ay For Hollywood
        • Lie­der­abend Susan­ne Müller
        • Chor­werk­statt “Hol­ly­wood”
      • Sai­son 20 | 21
        • Hoo­r­ay for Hollywood
        • Die Schnee­kö­ni­gin
        • Hoo­r­ay for Hollywood
      • Sai­son 19 | 20
        • Lie­der­abend „nacht­be­rauscht“ am 21. & 22.09. Berlin
        • Bri­git­te Oel­ke “Pri­va­te Ses­si­on” 19.10. Berlin
        • Rockin’ Xmas 2019 Karls­ru­he & Freiburg
        • Bri­git­te Oel­ke „Pri­va­te Ses­si­on“ | Frei­burg & Berlin
        • Rock-Sym­­­pho­­ny-Night Ber­lin| Janu­ar 2020
      • Sai­son 18 | 19
        • Rock-Sym­­­pho­­ny-Night | 01.09.2018
        • MoMa2 – Mozarts Requi­em im Dia­log mit Mahlers 2. Sym­pho­nie | 25.11.2018
        • Hoo­r­ay For Hol­ly­wood – Neu­jahrs­kon­zert des ORSO­phil­har­mo­nic | 13.01.2019
        • Lie­der­abend| 10.03.2019 | Freiburg
        • MoMa2 – Mozarts Requi­em im Dia­log mit Mahlers 2. Sym­pho­nie | 18.04.2019
        • 25 Jah­re ORSO – Rock-Sym­pho­ny-Night | 19.05.2019
        • Rock-Sym­­­pho­­ny-Night Stutt­gart| 29.05.2019
      • Spiel­zeit 17 | 18
        • Rock–Symphony–Night | 22.12.2017 | Freiburg
        • Klän­ge zur Nacht | 26.04.2018 | Freiburg
        • DAN­SE GÉNÉ­RA­LE | 16.06.2018 | Freiburg
        • Gala­nacht der Film­mu­sik | 07.08.2018 | Ötigheim
      • Spiel­zeit 16 | 17
        • ORSO­so­loists | 15.10.2016
        • A Sea Sym­pho­ny Ber­lin| 28.11.2016
        • Rockin´Xmas | 22.12.2016
        • Neu­jahrs­kon­zert Medi­ter­ra­nea | 29.01.2017
        • Sounds of Cine­ma | 30.04.17
        • Sai­son­ab­schluss | 18.06.2017
        • Gast­spie­le 2017
          • 08.07.2017 Sounds of Cine­ma & Aquatique
          • 15.08.2017 ORSO­phil­har­mo­nic
          • 16.08.2017 Rock-Sym­pho­ny-NIght
      • Spiel­zeit 15 | 16
        • Rock-Sym­­­pho­­ny-Night | 03.10.2015
        • Alma und das Genie | 04.10.2015
        • Novem­ber­kon­zert | 01.11.2015
        • Tie­fen­rausch – Lie­der­abend | 2.11.2015
        • Alma und das Genie | 05.12.2015
        • Neu­jahrs­kon­zert | 17.01.2016
        • Sounds of Cine­ma | 23.4.2016
        • Rus­si­sche Nacht | 04.06.2016
        • Rock-Sym­­­pho­­ny-Som­­mer 2016
          • Rock Sym­pho­ny Night | 22.7.2016 | Hoch­first­schan­ze Titisee-Neustadt
          • Rock-Sym­pho­ny-Night | 10.8.2016 | Frei­licht­büh­ne Ötigheim
      • Spiel­zeit 14 | 15
        • Novem­ber­kon­zert 2014
        • Rockin‘ Xmas 2014
        • Neu­jahrs­kon­zert 2015
        • Sounds of Cine­ma 2015
        • A Sea Sym­pho­ny 2015
  • TICKETS
    • Gut­schein verschenken
  • PRES­SE
    • Pres­se­spie­gel
    • Besu­cher­stim­men
    • Pres­se­down­loads
      • Archiv
  • ÜBER ORSO
    • Wie alles begann
    • Rock Sym­pho­ny Orchestra
    • ORSO­phil­har­mo­nic
    • Solis­ten
    • Wolf­gang Roese
    • Spen­den
  • PART­NER
    • Mit­ma­chen!
    • För­der­mit­glie­der
      • För­der­mit­glied werden
  • SPEN­DEN
  • KON­TAKT
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Rus­si­sche Nacht

Das gro­ße Sai­son­fi­na­le am Sams­tag, den 4. Juni im Kon­zert­haus Freiburg

InfosPro­grammSolis­tenFotosVide­os
Zurück Zurück Zurück Weiter Weiter Wei­ter

ORT & ZEIT

Kon­zert­haus Frei­burg, Sams­tag, 4. Juni 2016

Beginn 20 Uhr | Ein­lass 19 Uhr | Kon­zer­tende ca. 22:30 Uhr

TICKETS

Tickets erhal­ten Sie unter 0761 / 70 73 200
Hot­line besetzt Mo – Fr, 10–18 Uhr

Pro­gramm

Tchai­kow­sky – Schost­a­ko­witsch – Boro­din – Mussorgsky

Chor & Orches­ter des ORSO­phil­har­mo­nic | Musi­ka­li­sche Lei­tung: Wolf­gang Roese

Tchai­kow­sky – “Romeo und Julia” (Fan­ta­sie Ouvertüre)

Schost­a­ko­witsch – 1. Sin­fo­nie in f‑moll, Op. 10

Boro­din – “Polo­wet­zer Tän­ze” (aus “Fürst Igor”)

Mus­sorgs­ky – “Bil­der einer Aus­stel­lung” (Neu­fas­sung)


Wäh­rend in Sankt Peters­burg die Wei­ßen Näch­te zele­briert wer­den, bege­hen Chor & Orches­ter des ORSO­phil­har­mo­nic das gro­ße Sai­son­fi­na­le im Kon­zert­haus Frei­burg. Gro­ße rus­si­sche Kom­po­nis­ten des 19. & 20. Jahr­hun­derts ste­hen auf dem Programm:

“Die Kunst ist kein Selbst­zweck, son­dern ein Mit­tel für das Gespräch mit den Menschen.”

Mode­st Petro­witsch Mussorgsky

Unter dem Ein­druck einer Gedenk­aus­stel­lung für sei­nen ver­stor­be­nen Freund, den Maler Vik­tor Hart­mann, kom­po­nier­te Mode­st Mus­sorgs­ky 1874 den Kla­vier­zy­klus „Bil­der einer Aus­stel­lung“, der als Mus­ter­bei­spiel für Pro­gramm­mu­sik gilt. Das an Klang­far­ben rei­che Werk, das in man­chen har­mo­ni­schen und kolo­ris­ti­schen Details den Impres­sio­nis­mus vor­weg­nimmt, reg­te zahl­rei­che ande­re Kom­po­nis­ten zu Bear­bei­tun­gen an.

Am bekann­tes­ten ist die Bear­bei­tung für Orches­ter von Mau­rice Ravel.

“Es ist das Volk, das die Musik schafft. Wir Musi­ker arran­gie­ren sie nur.”

Michail Iwa­no­witsch Glinka

Roman­tik im Russ­land des 19. Jahrhunderts

Das 19. Jahr­hun­dert war gekenn­zeich­net von gesell- schaft­li­chen und poli­ti­schen Ver­än­de­run­gen. Die Krie­ge Napo­le­ons führ­ten zu einer Neu­ord­nung der poli­ti­schen Land­schaft, die fran­zö­si­sche Revo­lu­ti­on wirk­te in allen Län­dern Euro­pas, und es ent­stan­den die ers­ten libe- ralen Regie­rungs­for­men der Neu­zeit. Alt­her­ge­brach­te Gesell­schafts­for­men lös­ten sich auf, der Adels­stand ver­lor in glei­chem Maße an Bedeu­tung, wie sich das (Bildungs-)Bürgertum ent­wi­ckel­te. Arbei­ter­be­we­gung und Sozia­lis­mus tra­ten Indus­tria­li­sie­rung und Kapi- talis­mus ent­ge­gen. In die­ser Zeit der Umwäl­zun­gen änder­te sich auch das Ver­hält­nis des ein­zel­nen Bür­gers zum Staat und der Begriff des Natio­na­lis­mus gewann an Bedeu­tung, da der Zugang zu Bil­dung und Kul­tur immer mehr Men­schen ermög­licht wurde.

War die Musik zu Beginn des 19. Jahr­hun­derts geprägt durch die Wie­ner Klas­sik, so ent­wi­ckel­te sie sich zwar zeit­ver­zö­gert, inner­lich jedoch zusam­men­hän­gend mit Dich­tung, Kunst­theo­rie und Phi­lo­so­phie, hin zur Roman­tik. Kenn­zeich­nend dafür sind die Beto­nung des gefühl­vol­len Aus­drucks, die Auf­lö­sung der klas­si­schen For­men, die Erwei­te­rung und schließ­lich Über­schrei- tung der tra­di­tio­nel­len Har­mo­nik. Häu­fig wur­de die Musik mit außer­mu­si­ka­li­schen Ideen ver­bun­den, es ent­wi­ckel­te sich die Pro­gramm­mu­sik, das Orches­ter wur­de stän­dig erwei­tert, um immer ausgefallenere

Klang­far­ben ver­wirk­li­chen zu können.
In Russ­land, wie in ande­ren Län­dern Euro­pas, bil­de­te sich Mit­te des 19. Jahr­hun­derts eine Natio­nal­ro­man­tik her­aus. Als „Vater” der rus­si­schen Musik gilt Michail Iwa­no­witsch Glin­ka. Im 18. Jahr­hun­dert waren Sti­lein- flüs­se aus West­eu­ro­pa in der klas­si­schen rus­si­schen Musik domi­nie­rend gewor­den. Selbst die Volks­mu­sik wur­de durch west­li­ches Gedan­ken­gut beein­flusst, es ent­wi­ckel­te sich ein „Stadt­lied”, das durch west­li­che Rhyth­men und Sequen­zen geprägt war. Dem ver­such- ten rus­si­sche Kom­po­nis­ten wie Glin­ka ihre volks­ei­ge­ne Musik­spra­che entgegenzusetzen.
In der „Grup­pe der Fünf” – auch „Mäch­ti­ges Häuf­lein” genannt – fan­den sich jun­ge Musi­ker zusam­men, die rus­si­sche Volks­mu­sik för­dern und wei­ter ent­wi­ckeln woll­ten: Niko­lai Rim­s­ki-Kor­sa­kov, Mili Bal­a­kirew, Ale- xan­der Boro­din, César Cui und Mode­st Mus­sorgs­ky. Ihr Ziel war es, die rus­si­sche Musik unter Ein­be­zie­hung der rus­si­schen Volks­lie­der, der Beson­der­hei­ten der rus­si- schen Spra­che und natio­na­ler The­men wei­ter­zu­ent­wi- ckeln.
Eher gen Wes­ten ori­en­tiert waren die rus­si­schen Kom- ponis­ten Anton Rubin­stein und Pjotr Iljitsch Tschai- kow­sky. Letz­te­rer gilt als wich­tigs­ter Ver­tre­ter der rus­si­schen Roman­tik, obgleich er zunächst wegen der west­li­chen Ein­flüs­se im eige­nen Land umstrit­ten war. Heu­te sind vor allem sei­ne Sin­fo­nien, dar­un­ter die weni­ge Tage vor sei­nem Tod urauf­ge­führ­te „Sin­fo­nie Pathé­tique”, das Ers­te Kla­vier­kon­zert und die bei­den Bal­let­te „Nuss­kna­cker” und „Schwa­nen­see” weltbekannt.

Ein Genie­streich – Schost­a­ko­witschs 1. Sinfonie

Kaum 20 Jah­re alt wur­de er damit über Nacht zur Berühmt­heit. Als Stumm­film­pia­nist und Stu­dent hat­te der Peters­bur­ger ange­fan­gen, wegen „jugend­li­cher Unrei­fe” war er nach glän­zend bestan­de­nem Examen aus dem Kon­ser­va­to­ri­um geflo­gen. Hun­ger und Geld­man­gel waren die Fol­ge, ein Abgrund urba­ner Ver­zweif­lung tat sich auf. So ver­such­te er, mit einer Sin­fo­nie die Fort­füh­rung des Stu­di­ums zu erstrei­ten – und die Prü­fungs­kom­mis­si­on des Lenin­gra­der Kon­ser­va­to­ri­ums nahm es zur Auf­füh­rung an.

Mehr dazu

Eine Pre­miè­re! – Mus­sorgs­kys „Bil­der einer Ausstellung“

Kein ande­res Kla­vier­werk erfuhr je so eine hohe Anzahl an Orches­trie­run­gen, Tran­skrip­tio­nen, Bear­bei­tung – selbst für Rock­band – wie die­ser berühm­te Zyklus. 1873 starb in Mos­kau der mit Mus­sorgs­ky befreun­de­te Archi­tekt, Bild­hau­er und Maler Vik­tor Hart­mann. Ein Jahr nach sei­nem Tod fand in Peters­burg eine Gedächt­nis­aus­stel­lung mit sei­nen Gemäl­den statt. Zehn der spä­ter größ­ten­teils ver­lo­ren gegan­ge­nen Bil­der beein­druck­ten Mus­sorgs­ky beson­ders, und als musi­ka­li­sches Denk­mal für den Freund ver­fass­te er die „Bil­der einer Aus­stel­lung”: einen Zyklus von höchst ori­gi­nel­len Kla­vier­stü­cken, die durch musi­ka­li­sche Ein­lei­tungs- und Zwi­schen­tei­le ver­bun­den sind und den Zuhö­rer durch die Aus­stel­lung führen.

Die Orches­trie­rung von Mau­rice Ravel dürf­te wohl die bekann­tes­te sein. Doch es gibt über 13 wei­te­re Bear­bei­tun­gen, dar­un­ter die von Wolf­gang Roese sehr geschätz­te Fas­sung von Leo Funtek.

„Die Orches­trie­rung Ravels ist abso­lut gran­di­os, far­big-fun­kelnd und schil­lernd und ohne Zwei­fel ein Meis­ter­werk. Aller­dings trägt die­se Bear­bei­tung für mei­nen Geschmack etwas zuviel schwe­res Par­füm und lässt mich eini­ges von der Rohig­keit und den erdi­gen Far­ben des rus­si­schen Ori­gi­nals ver­mis­sen. Mein Ein­druck ist, dass die Fas­sung Fun­teks Mus­sorgs­kys Ästhe­tik mehr gerecht wird. Aller­dings fehlt auch da etwas: Chor­stim­men! Eini­ge der Bil­der ver­lan­gen regel­recht nach lit­ur­gi­schem Gesang, der an die rus­sisch-ortho­do­xe Kir­che erinnert.” 

Roese beschloss daher, für das Sai­son­fi­na­le des ORSO eine eige­ne Fas­sung zu arran­gie­ren, die sich sowohl an Ravel als auch an Fun­tek anlehnt. Natür­lich für gro­ßes Orches­ter, gemisch­ten Chor und gleich zwei Kla­vie­re !

Man darf gespannt sein!

Mehr zu Schost­a­ko­witsch und Mussorgsky

Romeo und Julia

Mili Bal­a­kirew, der auch Mode­st Mus­sorgs­ky in sei­ner Ent­wick­lung ent­schei­dend beglei­te­te, reg­te Tschai- kow­sky zu der Fan­ta­sie-Ouver­tü­re „Romeo und Julia” an. Auf die cho­ral­ar­ti­ge Eröff­nung, der ein rus­si­sches Kir­chen­lied zugrun­de liegt, folgt das Haupt­the­ma, der Kampf der Fami­li­en. Das Eng­lisch­horn bringt in star­kem Kon­trast dazu die klang­schö­ne Can­ti­le­ne, das Lie­bes­lied der bei­den Vero­ne­ser Jugend­li­chen. Im Wech­sel­spiel von Chor­al­mo­tiv und Kampf­the­ma lässt Tschai­kow­sky die gan­ze mensch­li­che Gefühls­welt erahnen.

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky

Pjotr Iljitsch Tschai­kow­sky wur­de am 25. April 1840 in Kams­ko-Wot­kin­ski Sawod gebo­ren. Die musi­ka­li­schen Nei­gun­gen sei­ner Fami­lie waren nicht sehr aus­ge­prägt; gleich­wohl erhielt er auf sei­nen Wunsch hin mit vier Jah­ren Kla­vier­un­ter­richt. Auf Ver­lan­gen sei­ner Eltern besuch­te er die Rechts­schu­le in Sankt Peters­burg und war anschlie­ßend im Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um tätig. Beam- ten­sta­tus und gutes Ein­kom­men boten ihm ein ange- neh­mes Leben, des­sen er trotz allem bald über­drüs­sig wur­de: 1861 begann er mit dem Musik­stu­di­um – ein Schritt, der nicht bei allen Fami­li­en­an­ge­hö­ri­gen auf Ver­ständ­nis traf. Sein Onkel Peter Petro­witsch kom- men­tier­te: „Die­ser nichts­nut­zi­ge Peter! Nun hat er die Juris­pru­denz mit dem Dudel­sack vertauscht!”

1862 trat Tschai­kow­sky in das von Anton Rubin­stein gegrün­de­te Peters­bur­ger Kon­ser­va­to­ri­um ein und wech­sel­te vier Jah­re spä­ter nach Mos­kau. Dort ent- stan­den die ers­ten erfolg­rei­chen Kom­po­si­tio­nen, so auch die Ouver­tü­re zu „Romeo und Julia”, zu der ihn Mili Bara­kew inspi­rier­te. In der Zeit ent­stan­den auch die ers­ten drei Sin­fo­nien, des Wei­te­ren die Musik zu „Schnee­witt­chen” und das Bal­lett „Schwa­nen­see”, das 1877 urauf­ge­führt wur­de – und durch­fiel. Anfang die­sen Jah­res traf er erst­mals Nadesch­da von Meck, die ihm spä­ter eine jähr­li­che Ren­te zukom­men ließ, was ihn finan­zi­ell unab­hän­gi­ger mach­te. Im glei­chen Jahr hei­ra­te­te Tschai­kow­sky Anto­nia Mil­ju­ko­wa, doch die­se Bezie­hung hielt nur drei Mona­te – die Nach­stel­lun­gen sei­tens Mil­ju­ko­wa nach der Tren­nung und die Ausein- ander­set­zun­gen waren ein Alp­traum für ihn, wenn- gleich die Ehe nie geschie­den wurde.
Die fol­gen­den Jah­re wer­den als krea­ti­ves Tief Tschai- kow­skys bezeich­net, obwohl er meh­re­re Wer­ke schrieb, in denen jedoch oft­mals sei­ne inne­re Lee­re zum Aus- druck kommt. 1887 ent­deck­te er sein Talent als Diri- gent, es folg­ten Kon­zert­tour­neen durch Euro­pa und Nord­ame­ri­ka. Er starb über­ra­schend im Okto­ber 1893, weni­ge Tage nach der Urauf­füh­rung sei­ner 6. Sin­fo­nie, der „Pathé­tique”.

Mode­st Mussorgsky

Schon in frü­her Jugend kam Mode­st Mus­sorgs­ky in Kon­takt mit den Lie­dern und Sagen sei­ner rus­si­schen Hei­mat. Bereits mit sie­ben Jah­ren spiel­te er ein­fa­che Wei­sen von Liszt auf dem Kla­vier und im jugend­li­chen Alter von 13 Jah­ren wur­de sei­ne ers­te Kom­po­si­ti­on, die „Por­te-ens­eig­ne-Pol­ka”, ver­öf­fent­licht. Zunächst dien­te der Sohn eines Guts­her­ren jedoch als Offi­zier in einem Peters­bur­ger Gar­de­re­gi­ment. Die Bekannt­schaft mit Mili Bal­a­kirew führ­te ihn zur Grup­pe „Das Mäch- tige Häuf­lein” oder „Grup­pe der Fünf”. Außer Bal­a­ki­rev waren alle Fünf kei­ne Berufs­mu­si­ker, was sie in den Augen der Öffent­lich­keit als Dilet­tan­ten erschei­nen ließ. Auch Mus­sorkgs­ky war zu einem gro­ßen Teil Autodidakt.Die Abschaf­fung der Leib­ei­gen­schaft im Zaren­reich wur­de von Mussk­orgs­ky zwar durch­aus begrüßt, brach­te aber die Not­wen­dig­keit mit sich, selbst für sei­nen Lebens­un­ter­halt zu sor­gen. So trat er als Kon- zert­pia­nist auf und nahm eine Stel­le als sub­al­ter­ner Beam­ter an. Bedingt durch sei­ne Alko­hol­sucht ver­lor er die Anstel­lung jedoch wie­der und geriet in Armut. 1881 starb er ver­armt und vom Alko­hol gezeichnet.

Der Schwer­punkt sei­nes musi­ka­li­schen Wir­kens liegt auf dem Gebiet des Musik­thea­ters, einer natu­ra­lis­tisch- dekla­ma­to­ri­schen Musik­dra­ma­tik. 1967 ver­öf­fent­lich­te er die Sin­fo­ni­sche Dich­tung „Eine Nacht auf dem kah­len Ber­ge”, eines der bekann­tes­ten Bei­spie­le für rus­si­sche Pro­gramm­mu­sik. 1874 wur­de die als musi­ka­li­sches Volks­dra­ma bezeich­ne­te Oper „Boris Godunow” urauf- geführt, eine der wich­tigs­ten Kom­po­si­tio­nen der rus­si- schen Roman­tik. Der Kla­vier­zy­klus „Bil­der einer Ausstel- lung” erschien 1864. Mus­sorgs­ky gilt als Erneue­rer der rus­sisch-roman­ti­schen Musik.

1839

Mus­sorgs­ky wird geboren

Charles Goo­dyear ent­deckt das Vul­ka­ni­sa­ti­ons­ver­fah­ren | Urauf­füh­rung der ers­ten Oper Ver­dis in Mailand

1840

Tschai­kow­sky wird geboren

Men­dels­sohns „Lob­ge­sang“ wird in Leip­zig urauf­ge­führt | Robert Schu­mann hei­ra­tet gegen den Wil­len ihres Vaters Cla­ra Wieck

1870

Urauf­füh­rung „Romeo und Julia“

Der Bau der Brook­lyn Bridge beginnt |
Das Wie­ner Musik­ver­eins­ge­bäu­de wird eröff­net | Das 1. Vati­ka­ni­sche Kon­zil ver­kün­det das Dog­ma von der Unfehl­bar­keit des Papstes

1874

Kla­vier­fas­sung „Bil­der einer Aufstellung“

1881

Mus­sorgs­ky stirbt

Am Stutt­gar­ter Markt­platz eröff­net das Waren­haus Breu­nin­ger | Fer­di­nand Adolf Keh­rer führt den 1. kon­ser­va­ti­ven Kai­ser­schnitt durch

1886

1. Orches­trie­rung von „Bil­der einer Aus­stel­lung“ von Michail Tuschmalow

1894

Tschai­kow­sky stirbt

Albert Dion gewinnt das 1. Auto­mo­bil­ren­nen der Geschich­te | Das Reichs­tags­ge­bäu­de wird nach 10jähriger Bau­zeit eingeweiht

1922

Ravels Orches­trie­rung von „Bil­der einer Ausstellung“

Als Solis­ten für die Neu­fas­sung der “Bil­der einer Aus­stel­lung” konn­te Wolf­gang Roese das Kla­vier­duo Alex­an­der und Eka­te­ri­na Kolo­doch­ka gewin­nen. Das ein­zi­ge bekann­te Bru­der-Schwes­ter-Kla­vier-Duo Euro­pas fei­ert natio­nal und inter­na­tio­nal Erfol­ge. „Sen­si­ble Hän­de“, „per­fek­tes Klang­er­leb­nis“ und „traum­haft siche­re Dia­lo­ge“ urteilt die Pres­se. Das Reper­toire der Kla­vier­vir­tuo­sen ist enorm: von klas­si­schen Dop­pel­kon­zer­ten über Chor­wer­ke bis zu Ori­gi­nal-Film­mu­si­ken („Ber­lin. Die Sin­fo­nie der Groß­stadt“ und „Metro­po­lis“). Publi­kums­ma­gne­te sind ihre CLAS­SIC meets JAZZ-Kon­zer­te. Beglei­tet von zwei Per­kus­sio­nis­ten inter­pre­tier­ten Alex­an­der und Eka­te­ri­na Kolo­doch­ka Bern­steins „West Side Sto­ry“ und Gershwins „Rhap­so­dy in blue“ neu. Mit ihrer Büh­nen­prä­senz zie­hen sie die Zuhö­rer in den Bann und eröff­nen gera­de auch jün­ge­ren Men­schen neue musi­ka­li­sche Welten.

Erle­ben Sie Alex­an­der und Eka­te­ri­na Kolo­doch­ka an zwei Flü­geln mit ORSO­phil­har­mo­nic im Kon­zert­haus Freiburg!

Mehr über die Solis­ten erfahren
Sie haben die­ses Kon­zert besucht? Gei­gen Sie uns Ihre Meinung!
© Copyright: ORSO - Orchestra & Choral Society Freiburg e. V.
  • Link zu X
  • Link zu Facebook
  • Link zu Youtube
  • Link zu Instagram
  • Link zu LinkedIn
  • ORSO in Ihrer Stadt
  • Kon­takt
  • Impres­sum
  • Daten­schutz
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Symbolleiste für Barrierefreiheit

  • Powered with favoriteLove by Codenroll
Cookie-Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
  • {title}
  • {title}
  • {title}